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Besinnung:

„Friede sei mit euch!“
Mir geht es wahrscheinlich wie Ihnen. Auch ich wünsche mir zurück, was früher so selbstverständlich war: Ein Händedruck, eine Umarmung, die Nähe zueinander, nicht immer so viel Abstand. Aber es geht nicht. Schon so lange nicht. Und das zehrt an den Nerven. Das ermüdet und macht mürbe. Und trotzdem: Nach all den langen Monaten der Corona-Einschränkungen achte ich auf genügend Abstand und trage, wo erforderlich, den Mund-Nasen-Schutz. Damit schütze ich mich. Und vor allem schütze ich mein Gegenüber.

Auf Abstand, abgeschnitten von den vertrauten Kontakten, die Türen verschlossen. So beschreibt Johannes in seinem Evangelium (20,19–22) den Lebensalltag der Freunde Jesu. Der Tod Jesu am Kreuz hatte all ihre Hoffnungen und Erwartungen durchkreuzt. Dazu kam die Angst, nach ihrem Rabbi selbst verhaftet zu werden. Aber dann berichtet Johannes, Christus sei mitten in diese Verschlossenheit hineingetreten: „Friede sei mit euch!“ So hatte sie Jesus früher immer gegrüßt. Und dann gibt er seinen Jüngern einen Auftrag: „So wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ Die Sache Jesu soll weitergehen. Ihr sollt das richten! Ich brauche euch! Dabei waren sie so müde. Und niedergeschlagen, ausgezehrt und ohne echte Perspektive. Und nun das. Die Geschichte nimmt eine atemberaubende Wendung. Eine neue Begegnung mit dem Auferstandenen. Neue Dynamik. „Nehmt hin den Heiligen Geist!“ So wird Pfingsten! Damit den Jüngern die Luft nicht ausgeht, haucht sie der Auferstandene an. Was wir uns in Corona-Zeiten kaum vorstellen können, das ist hier ausdrücklich gewünscht. Die Freunde Jesu sollen sich neu berühren lassen: „So wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ Deprimiert und niedergeschlagen, so erlebten sich die Jünger Jesu. Bis ihnen Christus neu begegnete, bis er ihnen eine neue Perspektive gab, sie neu motivierte und geradezu begeisterte, so dass sie ihre Mutlosigkeit in neue Aktionen verwandeln konnten.

„So wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch!“ Sie ließen sich neu ein auf das Abenteuer des Glaubens. Sie ließen sich mitnehmen auf eine neue Etappe. Diese neue Begeisterung hat ihnen die Augen geöffnet für Menschen, die bedrängt und allein gelassen sind. Für Menschen, denen Unrecht widerfährt. Auch für Menschen, die festgefahren sind in ihren Gewohnheiten und im Alltäglichen. Sie haben eine neue Begeisterung erlebt für einen Gott, der in Schutz nimmt und bewahrt, der frei macht von falschen Abhängigkeiten. Es ist die Begeisterung für einen Gott, der Verzagte und Mutlose aufrichtet und der neue Lebensperspektiven eröffnet. Bis heute! Auch in schwierigen Zeiten!

Zum Pfingstfest 2021 grüßt Sie sehr herzlich

Ihr
Pfarrer Siegfried Schwenzer

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommende Termine

27 Jun 2021
09:30 Uhr
Matthäuskirche
27 Jun 2021
10:45 Uhr
Kreuzkirche
29 Jun 2021
16:00 Uhr
Kreuzkirche
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