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Besinnung:

Hoffnung

Was für ein Jahr mündet nun ein in die Advents- und Weihnachtszeit! Hinter uns liegen Monate, die uns sehr gefordert haben. Die Corona-Pandemie und damit verbunden die Frage, wie man am besten mit diesem Virus umgeht, stellte viele andere wichtige Themen in den Schatten. Wir mussten lernen, Abstand zu halten, Masken zu tragen, neue Begegnungs- und Arbeitsformen einzuüben und aufwändige Hygienekonzepte zu erstellen, damit Veranstaltungen und auch Gottesdienste überhaupt stattfinden können. Wir vermissten Musik und Kultur, Schule und Kita, sind in den Urlaub gefahren und mussten danach vielleicht in Quarantäne. Manche bangen um ihre Existenz. Was für eine anstrengende, aufregende Zeit, die uns noch immer fordert!

Als wäre das alles nicht schon genug, erinnern uns verheerende Naturkatastrophen daran, dass die Folgen der Erderwärmung auch uns einholen werden, wenn wir unseren Lebensstil nicht bald ändern. Wachsender Extremismus, Antisemitismus und Nationalismus und dazu noch Politiker, die sich rücksichtslos mit Lügen und Gewalt an der Macht halten wollen, bedrohen international den Frieden.

Es brennt nicht nur in den großen Wäldern dieser Welt.

Advent – jeden Sonntag brennt eine Kerze mehr auf dem Adventskranz. Langsam wird es heller in der dunkelsten Zeit des Jahres. Wie nötig brauchen wir diese Licht-Zeit, um nicht abzustumpfen, sondern kreative Antworten zu finden auf die Herausforderungen dieser Zeit!! Doch es geht nicht auf Knopfdruck mit dem Hellerwerden.

Advent – das ist ein Weg. Ein Hoffnungsweg, der vom Warten auf Gottes Erscheinen in der Welt erzählt. Von der Sehnsucht, diesen schöpferischen Gott im eigenen Leben und im Miteinander zu erfahren. Heilend. Befreiend. Inspirierend.

Und Gott ist gekommen. Nicht mit Donnerhall und Feuerwerk, sondern in einem spärlich erleuchteten Stall. Mensch geworden. Winzig klein. In einer Krippe. Verletzlich. Angewiesen darauf, zu lieben und geliebt zu werden. Von uns. Von mir. Von Ihnen.

Diese Liebe lässt Gott durch uns weiterfließen in seine Welt. Und diese Liebe, Kraft und Besonnenheit, mit der wir als Christen wirken sollen für den Frieden in der Welt, die müssen wir nicht aus uns selbst schaffen. Gott selbst will in jedem und jeder von uns geboren werden. Zur Welt kommen. Heranwachsen und groß werden. Spürbar werden. In unserem Miteinander mit den Menschen neben uns und mit unseren Mitgeschöpfen. So wird die Hoffnung wachsen und es wird heller werden unter uns. Und es kann geschehen, dass wir Gott selbst entdecken in dieser besonderen Advents- und Weihnachtszeit!

Pfarrerin Dorothee Bay-Schwenzer
Pfarrerin für Altenpflegeheimseelsorge in der Evangelischen Kirchengemeinde Möhringen und Fasanenhof

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommende Termine

27 Nov 2020
Bazar entfällt
28 Nov 2020
15:00 Uhr
Ök. Familiengottesdienst
29 Nov 2020
10:45 Uhr
Familienkirche
29 Nov 2020
19:00 Uhr
Matthäus feiert
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