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Besinnung:

Liebe Leserin, lieber Leser!

Im Monatsspruch April finden wir Worte, die Jesus zu seinen Jüngern spricht: der letzte Satz des Matthäusevangeliums. Der auferstandene Jesus gibt den Seinen ein großes Versprechen: „Siehe, ich bin bei euch alle Tage, bis an der Welt Ende.“, ein Versprechen, das Raum und Zeit umfasst, eine ungeheure Weite und unüberbietbare Nähe zugleich zusagt.

„Ich bin bei dir.“ – nichts Tröstlicheres als dieses Versprechen in Angst und Gefahr, aber auch in Glück und Freude, weil doch stets die Sorge uns begleitet, wir könnten verlieren, was uns glücklich macht. Jesus wendet sich an die Gefährten, die ganz auf ihn gesetzt hatten und deren Welt mit seiner schmachvollen Hinrichtung zusammengebrochen war. Bis an der Welt Ende aber reicht Jesu Versprechen. Und alle Tage soll es gelten und über den Horizont hinaus, der uns die Welt bedeutet. Weder Raum noch Zeit können es außer Kraft setzen. Wenn wir an unsere Grenzen stoßen, wenn wir am Ende sind mit unserer Kraft und Weisheit, wenn wir am Ende eines Weges sind oder am Ende mit unserem Latein – selbst dann endet Jesu Mitsein nicht.

Jesus Christus verspricht: Ich gehe mit und nehme euch mit auf meinen Weg, so dass Ihr in Gottes Nähe bleibt – alle Tage. Nicht verlassen, sondern mit mir auf dem Weg. Mit mir und zusammen mit anderen auf dem Weg. Weil du zu mir gehörst, gehörst du zu Vielen. Es sind ja die Worte, mit denen Jesus den Auftrag zur Taufe beschließt. Durch die Taufe sind wir aufgenommen in die Familie Gottes, gemeinsam unterwegs Richtung Reich Gottes. Uns voraus und uns zur Seite: Jesus Christus. Er richtet uns aus, führt aus dem Dunkeln ins Licht, aus Lüge und Täuschung zur Wahrheit, vom Tod zum Leben. Eine Lebensausrichtung, auf der wir von Jesus lernen und uns gegenseitig inspirieren, zusammen trauern und trösten, vertrauen und feiern.

Der Ostergruß des Auferstandenen: Letzte Worte im Evangelium, erste Worte für unser Leben.

Ihre Pfarrerin
Katrin Büttner

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