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Besinnung:

Das Geheimnis der Sonnenblume

Sie sind im Sommer allgegenwärtig: die Sonnenblumen. Vielleicht auch bei Ihnen im Garten oder auf dem Balkon. So wie die, die seit einigen Tagen vor Jakobs Haus blühen. „Jede Sonnenblume hat ein Geheimnis“, sagt seine Mutter. „Ich bin mal gespannt, ob du das rauskriegst.“ Oft steht Jakob seitdem im Garten und schaut sich die Blumen an. Er berührt ihre Blätter und stellt fest, dass sie ganz rau sind. „Nein“, sagt die Mutter, „das ist nicht das Geheimnis.“ Später holt sich Jakob einen alten Stuhl, stellt sich darauf und schaut in den Blütenkelch. Dabei entdeckt er, dass die Sonnenblume aus vielen kleinen Blüten besteht. „Jetzt habe ich es herausgefunden!“, denkt er und rennt schnell zu seiner Mutter. Aber wieder schüttelt sie den Kopf. Nach der Schule kann Jakob es kaum erwarten. Er will das Geheimnis doch unbedingt herausfinden! Dass es mittlerweile zu regnen begonnen hat, hält ihn nicht ab. Wieder eilt er in den Garten und bemerkt etwas Merkwürdiges: Während alle anderen Blumen ihre Blüten geschlossen haben, um sich vor dem Regen zu schützen, ist die Sonnenblume weit geöffnet. Und dann noch etwas: Der geöffnete Blütenteller schaut in Richtung Sonne, die sich hinter den Wolken versteckt hat. Jakob hat beinahe das Gefühl, als ob die Sonnenblume ihn anlächelt und sagt: „Sei nicht traurig, dass es regnet. Die Sonne scheint trotzdem, du siehst sie nur nicht.“ Das kann der Junge nicht für sich behalten. Schnell rennt er zu seiner Mutter: „Sie bleibt immer offen, auch wenn es regnet. Es ist, als würde sie sagen: ‚Vergiss nicht, dass die Sonne scheint – an hellen und an trüben Tagen.‘“ „Ja“, sagt die Mutter, „jetzt hast du’s rausgefunden. Das ist ihr Geheimnis. Und genauso ist es auch in unserem Leben.“ „Wieso das denn?“, fragt Jakob. – „Nun, was du gerade an der Sonnenblume entdeckt hast, erleben wir Menschen doch auch jeden Tag mit Gott. Er schaut uns an und will uns zeigen, wie lieb er uns hat. Er ist immer für uns da. Wenn’s uns gut geht, aber auch, wenn wir traurig sind, ist Gott da; auch wenn wir meinen, dass er sich versteckt. Die Sonnenblume erinnert uns daran, dass Gott unser Leben hell machen will.“

Lassen wir‘s uns doch immer wieder durch die Sonnenblume sagen und uns daran erinnern, dass Gott uns sieht und hört, auch wenn unser Himmel bewölkt ist. Eine gute und behütete Sommerzeit wünscht Ihnen Ihr Pfarrer

Peter H. Wolff

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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